Büromöbel günstig & versandkostenfrei | trendline-shop.de
Büromöbel und wie man Räume für Lust an Leistung und Wohlbefinden schafft

Wir leben im dritten Jahrtausend und insbesondere in den letzten 20 Jahren hat sich die Technik rasant weiter entwickelt. Modernste Computersysteme stehen im heutigen, modernen Arbeitsalltag zur Verfügung. Weltweite Vernetzung über das Internet ermöglicht Informationsaustausch in Echtzeit. Inzwischen sind viele Unternehmen global tätig und das hat nicht nur das gesamte Wirtschaftsleben massiv verändert, sondern auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter. Angestellte sitzen nicht mehr nur an ihrem Schreibtisch, sondern unternehmen Geschäftsreisen. Arbeitszeiten müssen unter Umständen auf die Arbeitszeiten der Unternehmen auf der anderen Seite der Welt angepasst werden. Mitarbeiter werden aus einer deutschen Filiale für mehrere Monate oder sogar Jahre ins Ausland versetzt und umgekehrt. In der Bürowelt weht ein frischer Wind, und dieser entsteht natürlich durch die weltweite Vernetzung und den Austausch mit den Gegebenheiten in anderen Ländern.

Noch vor 30 Jahren galt eine Bürotätigkeit als Garant für regelmäßige Arbeitszeiten. Heute weiß man, dass auch Bürotätigkeiten unter Umständen ein Dreischicht-System erforderlich machen, dass Geschäftsreisen und längere Abwesenheiten einkalkuliert werden müssen. Vor einigen Jahrzehnten war es vollkommen üblich, dass man eine Ausbildung in einem Unternehmen absolviert hat, in dem man danach bis zum Eintritt in die Rente weiterhin beschäftigt war, in der Regel sogar jahrzehntelang in der gleichen Position. Man arbeitete, weil man ein Gehalt brauchte. Das brauchen die Angestellten von heute zwar noch immer, aber die Ansprüche sind immens gestiegen. Büroangestellte von heute wollen nicht irgendeiner Tätigkeit nachgehen, sondern sich selbst verwirklichen, und zwar in erster Linie im Job. Im dritten Jahrtausend sammeln Büroangestellte Berufserfahrung in unterschiedlichen Firmen und kaum jemand ist länger als fünf Jahre in einem Unternehmen beschäftigt.

Die Entwicklungen im Büroalltag erfordern keine einmalige Ausbildung mehr, sondern im Gegenteil, lebenslanges Lernen. Ausbildungsberufe sind keine lebenslange Grundlage mehr, sondern in der Regel nur noch die Basis, auf der die Büroangestellten von heute aufbauen. Menschen arbeiten nicht mehr von neun bis fünf in einer immer gleichen Tätigkeit, sondern wünschen sich Aufstiegsmöglichkeiten, eine Karriere, flexible Arbeitszeiten für eine bessere Work-Life-Balance. Die Welt hat sich verändert, das gesellschaftliche Leben hat sich verändert und auch der Lebensstandard der Menschen hat sich verändert. Ein Großteil der Mitarbeiter eines Unternehmens definiert sich in einem hohen Maß über ihre Tätigkeit, sucht immer wieder neue Herausforderungen und spannende Aufgaben. Das Arbeitsleben ist zu einer langen Reise voller Abenteuer geworden, und das macht selbstverständlich auch massive Veränderungen der Arbeitsplätze und der Führungsphilosophien erforderlich.

Schon seit Jahren setzen sich Fachleute aus den verschiedensten Bereichen mit Themen wie Arbeitsplatzgestaltung, Leistung und Wohlbefinden auseinander. Dabei wird immer deutlicher, dass die gesamten Veränderungen des gesellschaftlichen Lebens und der Arbeitswelt auch die Einstellung der Mitarbeiter zu ihrem Unternehmen und zu ihrem Beruf verändert hat. Leistung und Lebensfreude hängen eng zusammen, bedingen sich sogar gegenseitig. Lebensgenuss ist ohne Leistung nicht mehr möglich, und der arbeitende Mensch definiert sich und seine Ansprüche an das eigene Leben und damit auch an das Arbeitsleben völlig neu.

Angestellte sind nicht mehr nur einfache Angestellte. Sie haben ihre Freude daran entdeckt, etwas zu schaffen, zu erschaffen und überdies Ziele zu erreichen. Sie gewinnen daraus Lebensfreude und die Motivation, weitere Herausforderungen zu bewältigen. Arbeitende Menschen wollen weder unterfordert sein, noch überfordert. Sie definieren ihr Leistungsoptimum über ihre Freude am eigenen Tun, an den eigenen Erfolgen, der Lebensfreude, die sich aus erreichten Zielen ergibt. Die Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns nimmt den größten Raum in der Lebensgestaltung ein. Eigenständiges Denken und Handeln, möglichst viel Selbstbestimmung im Arbeitsalltag und die Freiheit, Entscheidungen treffen zu dürfen verlangt nach eigenen Verantwortungsbereichen.

An diesen Punkten setzt die moderne Arbeitsplatzphilosophie an, und diese bezieht sich nicht nur auf die Führungsphilosophie und den Arbeitsalltag in seinen Abläufen, sie bezieht sich auch auf Gestaltung der Arbeitsplätze, auf die Gestaltung der einzelnen Büros und des gesamten Unternehmens.
Arbeitsplätze müssen sich durch Bewegungsfreiheit auszeichnen. Es muss die Möglichkeit bestehen, die Körperhaltung zu verändern, Räumlichkeiten müssen weit gestaltet sein, Arbeitsplätze ausreichend groß sein, um ein effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Kleinere Verletzungen oder gar Unfälle an Fenstern, Türen oder sonstigem Mobiliar muss ausgeschlossen sein. Flächen werden nicht mehr zugestellt, um möglichst viel Mobiliar auf engstem Raum unterzubringen, sondern im Gegenteil: Arbeitsplätze werden effizient gestaltet.

Stressfaktoren wie eine hohe Geräuschkulisse oder zu viel Personal auf zu engem Raum, müssen ausgeschlossen werden können, da sich hieraus kritische Wechselwirkungen und ernste Folgen ergeben können. Der Arbeitstag soll „bewegt“ ablaufen, im Sinne der Gesundheitsförderung, denn nur gesunde Mitarbeiter sind glücklich und leistungsstark: Ausreichend Bewegung und die Möglichkeit, frische Luft zu schnappen sind am modernen Büroarbeitsplatz genauso wichtig geworden wie die Erkenntnis, dass Tageslicht Müdigkeit vorbeugt und die Motivation fördert.
Das Fraunhofer Institut IAO hat in 21 Studien erforscht, dass ein weiter Raumeindruck und ein angenehmes Ambiente eine wichtige Voraussetzung für Wohlbefinden im Büro ist. Die richtige „Office Performance“ ist ein nicht zu unterschätzender, produktivitätsfördernder Faktor.


Das Büro, die Visitenkarte eines Unternehmens

Ein Büro im dritten Jahrtausend muss den Mitarbeitern Raum zur Entfaltung geben und gleichzeitig repräsentativ sein. Lieblos zusammengestellte Möbel können nicht schön wirken. In den meisten Büros finden sich noch immer graue Büromöbel und dazu passende, graue Schränke und Tische. An den Fenstern stehen ein paar Pflanzen und an den Wänden hängen, wenn auch nur in einigen Büros, ein paar Bilder. Im Grunde genommen handelt es sich bei den meisten Büroeinrichtungen um Einheitsbrei, grau in grau gehalten, der sich in den Bodenbelägen fortsetzt.

Bei der Büroeinrichtung kommt es natürlich darauf an, welchen Zweck der Raum erfüllen soll. Im Empfangsbereich eines Unternehmens sollte sich kein Inhaber mit grauem Einheitsbrei zufrieden geben. Der Empfangsbereich ist die Visitenkarte jeder Firma, gleich wie groß oder klein sie sein mag. Eine Empfangstheke wirkt definitiv professioneller als ein Schreibtisch.

Eine Sitzecke ist der optische Mittelpunkt eines jeden Empfangsbüros. Eine klassische Ledergarnitur mit einem dazu passenden Tisch wirkt nicht nur edel, sondern vor allem einladend für Gäste des Unternehmens. Farblich sollte der Empfangsbereich so eingerichtet werden, dass er zum Unternehmen passt und grundsätzlich sollte sich der gewählte Einrichtungsstil in allen Räumlichkeiten fortsetzen. So wie die Geschäftspapiere eines Unternehmens immer nach Corporate Identity gestaltet sind, sollten auch die Räumlichkeiten relativ einheitlich gestaltet werden. Große Grünpflanzen lockern nicht nur die Atmosphäre auf, sondern werten die Möbel auf. Hydrokultur erfüllt dabei sogar noch einen praktischen Zweck. Die Raumfeuchtigkeit wird erhöht und das Raumklima wird dadurch gesünder.

Bodenbeläge und Wandfarben sind ein wesentlicher Bestandteil eines jeden Büros. Die Zeiten von grauem Linoleum sind vorbei und weiße Fliesen wirken schnell schmuddelig. Sehr schön machen sich glänzende Bodenbeläge aus Marmor oder einem ähnlichen Material. Auch dunkles Laminat wirkt grundsätzlich sehr ansprechend. Bezüglich der Wandfarben entscheiden sich die meisten Unternehmer für einfaches weiß und werten die ansonsten kahl wirkenden Wände gerne mit ansprechenden Bildern auf. Weiße Wände eignen sich dann, wenn in der Einrichtung schon auffällige Farben enthalten sind. Ist die Einrichtung eher schlicht, kann eine farbige Wand sehr auflockernd wirken.

Das Empfangsbüro repräsentiert nicht nur das Unternehmen, sondern stellt auch eine kleine Welt für sich dar, in welcher sich die hier zuständigen Mitarbeiter wohl fühlen können. Ein Mitarbeiter, der sich im gewählten Ambiente wohlfühlt, wird sich dort gerne aufhalten und eine angenehme Atmosphäre ausstrahlen. Der wohl gestaltete Raum wirkt sich also grundsätzlich auch auf die Motivation der Mitarbeiter aus und diese wiederum beeindruckt Kunden, Lieferanten und Gäste des Unternehmens.

Ein sehr wichtiger Punkt ist grundsätzlich die Beleuchtung. Noch vor zwanzig Jahren wurden die meisten Büros durch Neonröhren beleuchtet. Sie waren günstig, leuchteten den Raum hell genug aus und wurden somit als äußerst praktisch betrachtet. Inzwischen weiß man jedoch, dass die Beleuchtung durch Neonröhren äußerst ungesund für die Mitarbeiter ist, die sich den ganzen Tag in einem solchen Raum aufhalten. Wenn die Fenster groß genug sind und ausreichend Tageslicht spenden, ist die Beleuchtung durch Neonröhren im Sommer akzeptabel. Besonders stilvoll wirkt Neonlicht jedoch niemals und eine Neonleuchte kann ein sehr hässlicher Blickpunkt in einem sonst schön eingerichteten Büro sein. Im Winter allerdings, wenn ein Büro fast ganztägig künstlich beleuchtet werden muss, ist Neonlicht äußerst kontraproduktiv: Es gibt Studien, die belegen, dass Mitarbeiter durch Neonlicht schnell ermüden. Darüber hinaus gilt Neonbeleuchtung als depressionsfördernd. Tageslichtleuchten hingegen verbreiten ein angenehmes Licht, in welchem sich Mitarbeiter – und Gäste – wohl fühlen. Tageslicht stimuliert die Bildung der so genannten Glückshormone. Es dringt über die Netzhaut des Auges ein und kurbelt die Hormonproduktion an.

Im dritten Jahrtausend muss ein Büro nicht mehr konservativ und farbneutral eingerichtet werden. Eine Büroeinrichtung darf auch ruhig Freude, Lebenslust und damit auch Spaß am eigenen Tun ausdrücken.


Trends der Büroarbeit, flexibel, mobil, virtuell und selbst gesteuert

Büroarbeit unterliegt ständigen Veränderungen und in der heutigen Zeit findet die Arbeit eines Büroangestellten nur noch in Ausnahmefällen an einem festen Arbeitsplatz statt. Mitarbeiter sind nicht mehr nur mit einem bestimmten Arbeitsgebiet beschäftigt, sondern arbeiten in wechselnden Projekten und häufig auch in wechselnden Teams und an unterschiedlichen Orten. Geschäftsreisen, Gesprächstermine, die mit einem Geschäftsessen verbunden werden, aber vor allem auch die Möglichkeit der ständigen Erreichbarkeit, die durch den technischen Fortschritt gegeben ist. Der Mitarbeiter von heute muss mobil sein und flexibel auf die aktuellen Anforderungen des Tages reagieren können. Auch die Möglichkeit zum Arbeiten im Home-Office, entweder vollständig oder tageweise, wenn es sich mit den Terminen vereinbaren lässt, hat neue Arbeitsbedingungen geschaffen.

Das Smartphone garantiert nicht nur eine ständige Erreichbarkeit per Telefon, sondern auch die Möglichkeit, Mails mobil unterwegs ganz einfach unterwegs zu lesen. Der Arbeitsplatz im Büro, den das Unternehmen zur Verfügung stellt, reicht schon lange nicht mehr aus. Smartphones oder Tablet-PCs auf Firmenkosten sind heute für viele Angestellte unerlässlich. Die ständige Erreichbarkeit, die flexiblen Arbeitszeiten, die sich dadurch ergeben, machen natürlich auch eine gewisse Selbststeuerung notwendig. Mitarbeiter müssen häufig noch abends spät erreichbar sein, insbesondere dann, wenn ein Unternehmen global arbeitet.

Wer abends um zehn Uhr noch mit Amerika telefonieren und auch sonst flexibel auf geschäftliche Anforderungen reagieren muss, braucht auch die Möglichkeit, seine Arbeitszeit innerhalb eines festgelegten Spielraums selbst zu steuern. Das mobile Arbeiten erfordert aber grundsätzlich ein hohes Maß an Selbststeuerung. Mitarbeiter müssen eigenständig und eigenverantwortlich Entscheidungen treffen können. Durch die ständige Erreichbarkeit ist nicht immer die Möglichkeit zur Rücksprache gegeben.

Der Führungsstil in einem Unternehmen muss sich zwangsläufig diesen Gegebenheiten anpassen. Moderne Führungskräfte delegieren Verantwortlichkeiten und Entscheidungsbefugnisse an qualifizierte Mitarbeiter, die in ihrem Denken und Handeln eigenständig und verantwortungsbewusst die vielfältigen Aufgaben lösen. Mitarbeiter ziehen ein hohes Maß an Motivation aus dieser selbst gesteuerten Arbeitsweise und fühlen sich mit dem Unternehmen, an das ihre eigenen Erfolgserlebnisse gekoppelt sind, verbunden.


Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und Rehabilitation

Der moderne Büroarbeitsplatz im dritten Jahrtausend integriert auch und vor allem Menschen mit Behinderungen auf natürliche Weise. Weite Räumlichkeiten, die viele Möglichkeiten zur Bewegung zulassen, werden von Mitarbeitern grundsätzlich hochgeschätzt. Für Menschen mit Behinderungen sind sie oberste Voraussetzung, nicht nur um den Arbeitsplatz sicher erreichen und verlassen zu können. Auch das Arbeiten am Schreibtisch muss genügend Bewegungsfreiheit bieten. Nicht nur das Büro muss ausreichend Platz bieten, sondern auch Flure und Gänge müssen breit genug sein, damit ein Rollstuhlfahrer wenden kann. Türrahmen müssen breit genug sein, damit ein Mensch im Rollstuhl durch sie hindurchfahren kann. Schreibtische sollten in der Höhe verstellbar sein. Befindet sich der Arbeitsplatz nicht im Erdgeschoss, sollte ein Aufzug vorhanden sein, der breit genug ist, dass ein Rollstuhlfahrer darin Platz findet.

Geht es um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, betrifft dies aber nicht nur Rollstuhlfahrer. Behinderungen können unterschiedliche Ausmaße haben und sind häufig nicht einmal sichtbar. Insbesondere Sitzmöbel und Bodenbeläge müssen auf Ergonomie und Sicherheit überprüft werden, wenn Menschen mit Behinderungen im Unternehmen beschäftigt sind: Viele Büroangestellte leiden unter Rückenproblemen. Ein Schreibtischstuhl muss daher in der Höhe verstellbar sein, sodass die Durchblutung in den unteren Beinen nicht durch den Rand des Sitzes unterbrochen wird. Ebenso sollte die Rückenlehne verstellbar sein und rückenschonend geformt. Bodenbeläge sollten nicht allzu glatt sein, sodass ein Mensch mit unsicherem Gang keine Schwierigkeiten hat, darauf zu gehen. Stolperfallen wie Teppichränder oder Computer- und Telefonkabel in einem Büro grundsätzlich nicht vorkommen, da sie stets eine Gefahr darstellen.

In Unternehmen, die mit einem Ruheraum ausgestattet sind, haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Pause zu erholen. Bequeme Sitzmöbel und eine schöne Raumgestaltung, sowie Pflanzen, Tageslicht und eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit sorgen bei Mitarbeitern für wirkliche Erholungspausen. Insbesondere Mitarbeiter, die sich in einer Rehabilitationsphase befinden, möglicherweise nach einem Unfall oder einer längeren Erkrankung, benötigen Pausen, die tatsächlich Ruhepausen darstellen. Die Möglichkeit, den Arbeitsplatz für ein paar Minuten verlassen zu können, um in einem bequemen Sessel in angenehmem Ambiente kurz ausruhen zu können, sorgt bei Mitarbeitern wieder für frische Energie.


Bedürfnisse am Arbeitsplatz

Die Bedürfnisse der einzelnen Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz sind individuell verschieden und außerdem abhängig von der jeweiligen Tätigkeit. So mancher Büroangestellter sitzt tatsächlich nur am Bildschirm, muss nichts ausdrucken und hat auch nicht mit Papierakten zu tun. Trotzdem muss der Arbeitsplatz ein effizientes Arbeiten ermöglichen, etwas Raum für private Dinge bieten, sowie ein paar Elemente, die für das notwendige Wohlgefühl sorgen. Andere Mitarbeiter führen regelmäßig Gespräche mit Gästen, Kunden oder Geschäftspartnern und haben andere Bedürfnisse als Kollegen, die vorwiegend im Außendienst unterwegs sind. Ein Arbeitsplatz sollte immer so gestaltet werden, dass die Bedürfnisse der Mitarbeiter so weit wie es möglich ist, berücksichtigt sind.

Das sind Bedingungen, die einfach zu organisieren sind. Grundsätzlich wünschen sich die meisten Mitarbeiter ein hohes Maß an Zufriedenheit an ihrem Arbeitsplatz. Freude an der Arbeit, die durch Erfolge entsteht. Motivation, die durch Anerkennung der guten Leistungen entsteht. Mitarbeiter wollen in einem Unternehmen Entwicklungsmöglichkeiten haben und wahrgenommen werden. Sie wollen mitdenken, sich einbringen und ihre Arbeit selbst steuern dürfen. Außerdem möchten Mitarbeiter sich am Arbeitsplatz sicher fühlen. Zeitverträge, die immer wieder verlängert werden, schaffen kein Gefühl der Sicherheit bei einem Mitarbeiter. Feste Verträge und verbindliche Zusagen hingegen vermitteln einem Mitarbeiter die nötige innere Ruhe, um produktiv zu arbeiten und sich mit dem Unternehmen verbunden zu fühlen.


Neueste Entwicklungen der Büroarbeit und ihre Auswirkungen

In Zeiten der weltweiten Vernetzung bedeutet ein Arbeitsplatz im Büro eines Unternehmens nicht zwangsläufig, dass Mitarbeiter ein Büro in der Firma innehaben. Viele Unternehmen haben die Vorteile des Home Office für sich entdeckt. Die Unternehmen sparen Raum- und Unterhaltskosten, Mitarbeiter im Home Office können ihr privates Ambiente während der Arbeitszeit genießen und müssen keine Arbeitswege auf sich nehmen. Unternehmen statten ihre Mitarbeiter zu diesem Zweck mit den nötigen Arbeitsmitteln aus. Computer oder Laptop, in der Regel wird auch der Telefon- und Internetanschluss übernommen. Die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten, wird von vielen Mitarbeitern sehr gerne genutzt.

Dennoch bringt das Home Office auch Nachteile mit sich. Häufig kennen Mitarbeiter im Home Office ihre direkten Kollegen nicht persönlich. Bei Mitarbeitern, die ausschließlich im Home Office tätig sind, bewirkt dies unter Umständen, dass sie einfach keinen Anschluss im Unternehmen finden. Sie sitzen bei Weihnachtsfeiern oder anderen Feierlichkeiten häufig alleine und erscheinen zur nächsten Feier meist schon gar nicht mehr. Für die Motivation der betroffenen Mitarbeiter ist das häufig kontraproduktiv. Es entsteht in den meisten Fällen einfach kein Gefühl der Verbundenheit zum Unternehmen. Als idealer Kompromiss hat sich die Mischung drei Tage im Home Office, zwei Tage im Unternehmen oder umgekehrt erwiesen. So profitiert der Angestellte von den Vorteilen des Home Office und kann gleichzeitig den Kontakt zu den Kollegen und Vorgesetzten aufbauen. Grundsätzlich verlangt das natürlich nach Vorgesetzten, die ihren Mitarbeitern vertrauen. Home-Office-Tage sind Arbeitszeiten, die eine Führungskraft nicht unter direkter Kontrolle hat. Hier zählen Arbeitsergebnisse und vor allem motivierte Mitarbeiter, die sich selbst hervorragende Ergebnisse wünschen und sich mit viel Disziplin ihre eigenen Ziele stecken.

Auch die viel gepriesene Mobilität und Flexibilität der Mitarbeiter bringt Nachteile mit sich. Mitarbeiter, die viel für das Unternehmen unterwegs sind, mit Diensthandy und Tablet ausgestattet und damit ständiger Erreichbarkeit ausgesetzt sind, können schlecht abschalten. Wenn das Telefon nach einem langen Tag im Außendienst auch abends spät noch klingelt, kommen betroffene Mitarbeiter nicht zur Ruhe. Geschieht dies einmalig, weil wichtige Angelegenheiten im Raum stehen, kann das einen ohnehin schon ehrgeizigen Mitarbeiter noch weiter motivieren. Kommt es aber ständig vor, dass Mitarbeiter durch Diensthandy und Mails ständiger Erreichbarkeit ausgesetzt sind, entsteht Stress. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn dienstliche Angelegenheiten nachhaltig das Privatleben stören. Durch dauerhaften Stress erkranken viele Mitarbeiter an Depressionen bis hin zum so genannten Burn -out-Syndrom. Insbesondere bei hochmotivierten und sehr ehrgeizigen Mitarbeitern droht diese Gefahr.

Diese neuen Formen der Arbeit, die mit permanenter Erreichbarkeit und hohem, persönlichen Einsatz auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten verbunden sind, verlangen nach fürsorglichen Vorgesetzten. Erreichte Ziele verdienen hohe Anerkennung, hoher Einsatz eines Mitarbeiters muss entsprechend gewürdigt und nicht als selbstverständlich erachtet werden.

Im Umkehrschluss bedeuten ständige Erreichbarkeit, flexibles und mobiles Arbeiten, und die damit verbundenen Verantwortlichkeiten aber auch ein ganz neues Selbstwert- und Lebensgefühl der Mitarbeiter. Wer sich ständig nach Feierabend oder an den Wochenenden engagiert, erwartet auch von der Unternehmensführung entsprechende Vergünstigungen. Mitarbeiter, die sich intensiv für das Unternehmen engagieren, erwarten ein entsprechendes Entgegenkommen von ihren Vorgesetzten. Eine private Mail oder eine halbe Stunde Pause auf einer Social-Media-Plattform sind Möglichkeiten, das Engagement außerhalb der vereinbarten Arbeitszeiten ein klein wenig auszugleichen.

Das bedeutet, dass gegenseitiges Vertrauen angesagt ist. Arbeitgeber, die dieses hohe Maß an Flexibilität und Eigenständigkeit verlangen, müssen darauf vertrauen, dass Mitarbeiter gewährte Freiheiten nicht ausnutzen. Umgekehrt müssen Mitarbeiter darauf vertrauen können, dass Engagement nicht über die Maßen und bis zum Burn -out-Syndrom ausgenutzt wird. Findet ein Geben und Nehmen statt, trifft man in der Regel auf selbstbewusste Mitarbeiter mit einem hohen Maß an Lebensfreude.


Arbeit und Arbeitsplatz mitgestalten

Flexible Jobmodelle – mit der Einführung der Teilzeit und dem Jobsharing war man bereits der Meinung, diese geschaffen zu haben. Doch was nutzen Teilzeitjobs, wenn Mitarbeiter damit nicht ausreichend verdienen und deswegen unzufrieden sind? Teilzeitjobs nutzen auch nur wenig, wenn Mitarbeiter ständig länger bleiben müssen, weil sie in der begrenzten Arbeitszeit ihre Arbeit nicht erledigen können.

Unter flexiblen Jobmodellen stellen Mitarbeiter sich etwas anderes vor. Überstunden fallen in fast jedem Unternehmen zu bestimmten Zeiten an. Warum diese nicht sammeln und dafür in einer ruhigen Phase einfach mal eine Woche frei nehmen? Oder sogar ein paar Monate, einfach mal Pause machen? Das so genannte „Sabbatical“ ist bisher in nur wenigen Unternehmen Usus, um Überstunden abzubauen oder dem Mitarbeiter Zeit zum Leben zuzugestehen.

Andererseits gibt es für mitdenkenden und eigenverantwortlich arbeitenden Mitarbeiter keine vernünftige Erklärung für den Umstand, dass Arbeitszeit ohne Arbeit „abgesessen“ werden muss. Wenn alles erledigt ist und es steht nichts mehr an für den aktuellen Tag, warum nicht einfach früher nach Hause gehen? Mitarbeiter, die solche Freiheiten in Anspruch nehmen dürfen, verweilen gerne länger im Unternehmen, wenn es erforderlich ist und empfinden Überstunden, die notwendig werden, automatisch als gerechten Ausgleich.

Gleiches gilt für die Möglichkeit, vielleicht auch einfach mal einen Homeoffice Tag einzulegen. Stehen keine Kundentermine an, spricht im Grunde nichts dagegen. Sofern der Job von zu Hause aus genauso zuverlässig erledigt werden kann wie im Büro, sollte das doch kein Problem darstellen. Es gibt einfach Tage, an denen man nicht gerne vor die Tür geht, und wenn nur Glatteis der Grund dafür ist. Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern das entsprechende Vertrauen schenken, werden in der Regel mit großer Loyalität und viel Engagement belohnt. Mitarbeiter, die dieses Vertrauen nicht verdienen, würden sich auch an ihrem eigentlichen Arbeitsplatz ausruhen, und dort vielleicht auf Kosten von hoch engagierten Kollegen.

Unternehmen in Deutschland sind, bis auf wenige Ausnahmen, bisher leider noch nicht so weit. Jedoch gibt es bereits erste Erfahrungen in Unternehmen, die sich auf flexible Jobmodelle eingelassen haben und diese sind ausnehmend positiv: Mitarbeiter, die ihre Arbeit flexibel und am Bedarf orientiert ausrichten können, arbeiten effizienter, leisten am Ende wesentlich mehr und sind vor allem zufriedener und motivierter. Sobald Mitarbeiter mitgestalten und mitentscheiden dürfen, wirkt sich das immer sehr positiv auf die Motivation aus, auf die Verbundenheit mit dem Unternehmen und der Lebensfreude, die durch die Freude am Job entsteht.
Das gilt am Ende ebenso für den direkten Arbeitsplatz. Warum sollte ein Mitarbeiter, der über einen längeren Zeitraum an einem festen Arbeitsplatz arbeiten soll, diesen nicht mitgestalten können? In Unternehmen sind Arbeitsplätze normalerweise ausgestattet und entsprechend eingeplant. Aber vielleicht fühlt sich der Mitarbeiter wohler, wenn der Tisch anders herum steht? Wenn der PC auf der anderen Seite des Tisches steht? Grundsätzlich sollte man sich in Unternehmen auch auf Gespräche über Bürostühle einlassen. Ein Mitarbeiter, der den ganzen Tag und jeden Tag an seinem Arbeitsplatz sitzen muss, braucht einen Stuhl, auf dem er gut sitzen kann. Die einfachen Bürostühle, für die sich die meisten Arbeitgeber entscheiden, wenn sie die Arbeitsplätze einrichten, können zu Folterwerkzeugen werden. Ein Mitarbeiter, dem man Wertschätzung für seine Person und seine Arbeit entgegen bringt, sollte jeder Führungskraft einen bequemen Bürosessel wert sein.

Die Arbeitsplatzgestaltung durch den Mitarbeiter findet natürlich Grenzen. Kein Unternehmen ist in der Lage, jedem Mitarbeiter dessen persönliche Einrichtungswünsche zu erfüllen. Auch müssen Arbeitsplätze selbstverständlich den Unfallverhütungsvorschriften entsprechen. Doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und die meisten Büroarbeitsplätze lassen jede Menge Spielraum für etwas eigene Gestaltung durch den Mitarbeiter. Und wenn es sich nur um ein paar Pflanzen und Dekoartikel handelt.


Arbeitsmittel richtig nutzen

Arbeitsmittel, darunter versteht man alle Einrichtungen, die zur Arbeit benötigt werden. PC-Anlagen, Drucker, Kopierer, aber natürlich auch Stifte und andere Utensilien, werden im Büroalltag benötigt. Auch der Laptop gehört dazu, wenn Mitarbeiter häufig den Arbeitsplatz wechseln oder im Außendienst tätig sind. Selbstverständlich gehört auch ein ergonomischer Stuhl dazu, auf dem der Mitarbeiter an seinem Schreibtisch sitzt. Stuhl und Tisch sollten höhenverstellbar sein, damit jeder Mitarbeiter die Chance hat, möglichst gesund zu sitzen.

Das wirft natürlich auch die Frage auf, wie viele Mitarbeiter eigentlich an einem einzigen Arbeitsplatz arbeiten sollten. Grundsätzlich mögen Büromitarbeiter es sehr gerne, wenn sie ihrem Arbeitsplatz ein wenig eigenes Flair verleihen können. Das Foto der Kinder, des Freundes oder der Frau, eine Pflanze, vielleicht ein Blumengesteck, das sind private Dinge, mit denen Büroangestellte ihren Arbeitsplatz gerne ein bisschen verschönern. In jedem Schreibtisch oder Bürocontainer befindet sich normalerweise auch eine Schublade, in der Mitarbeiter ein paar private Dinge aufbewahren. Dinge, die man nicht ständig mit sich herumtragen will, aber regelmäßig braucht. Büroangestellte, die täglich an ihrem Arbeitsplatz arbeiten und niemals geschäftlich unterwegs sind, sollten diese Möglichkeit auch bekommen. Ein Schreibtisch ist ein fester Arbeitsplatz, mit dem sich Mitarbeiter unter Umständen auch identifizieren, und der Rechner an diesem Arbeitsplatz ist Teil davon.

Doch gerade in Zeiten, in denen viele Mitarbeiter im Außendienst unterwegs sind, Kundentermine haben und ohnehin mit einem Laptop ausgestattet sind, stellt sich natürlich die Frage, braucht man tatsächlich für jeden Mitarbeiter einen eigenen Arbeitsplatz? Das ist nicht nur eine Frage der Räumlichkeiten, die zur Verfügung stehen, sondern auch der Büroausstattung. Wenn ein Unternehmen mehrere Mitarbeiter beschäftigt, die den größten Teil ihrer Arbeitszeit außer Haus verbringen, macht es unter Umständen Sinn, dass diese Mitarbeiter sich einen Schreibtisch teilen und vielleicht sogar ein Büro. Leere Schreibtische und verwaiste Büros in einem Unternehmen sind in erster Linie eine wirtschaftliche Frage. Sie beanspruchen Fläche, ganze Räume, die Räumlichkeiten müssen eingerichtet, beheizt und instand gehalten werden.

„Desk Sharing“ hat sich als Begriff inzwischen in Unternehmen durchgesetzt, die viele Außendienstmitarbeiter beschäftigen. Natürlich ermöglicht das Desk Sharing den Mitarbeitern, die sich einen Arbeitsplatz teilen, keinerlei Privatsphäre an diesem Schreibtisch. Den verlangen sie allerdings in der Regel auch überhaupt nicht, da sie viel zu wenig Zeit im Unternehmen verbringen. Das wirklich Private dieser Mitarbeiter ist in aller Regel der Laptop und das Smartphone. Das mobile Büro ist immer und überall dabei.

Durch das Desk Sharing entsteht aber auch ein psychologischer Effekt, es gibt keine oder nur sehr wenige leere Schreibtische oder Büros im Unternehmen. Die festen Arbeitsplätze sind von Führungskräften und von Mitarbeitern besetzt, die ihre gesamte Arbeitszeit im Unternehmen verbringen. So entsteht weder im Unternehmen selbst, noch bei eventuellen Kunden und Geschäftspartnern der Eindruck, dass das Unternehmen zu wenig Mitarbeiter beschäftigen könnte.

Zu den Arbeitsmitteln zählt nämlich auch der Büroarbeitsplatz und wird dieser richtig genutzt, ist das für ein Unternehmen ein wirtschaftlicher Gewinn. Die Lösung für persönliche Arbeitsmittel von wechselnden Mitarbeitern oder für die Aufbewahrung von Unterlagen kann aus einfachen Bürocontainern bestehen. Durch Anschluss des Laptops an das Firmennetzwerk können Mitarbeiter auf digitale Unterlagen zugreifen. Und grundsätzlich kann die Arbeit im Unternehmen, sofern ein Mitarbeiter mit mobilen Arbeitsmitteln ausgerüstet ist, auch in der Cafeteria oder an der frischen Luft auf dem Firmengelände stattfinden. Mitarbeiterfreiheit kann sich auch durch Desk Sharing potenzieren.


Bewegung als Gesundheitsfaktor

Mitarbeiter, die den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen müssen, leiden häufig unter zahlreichen Problemen. Die meisten klagen über Nackenschmerzen, Rückenschmerzen und viele Mitarbeiter leiden auch unter schmerzenden Beinen und geschwollenen Füßen. Durch falsches Sitzen und Aufstützen mit dem Ellbogen auf dem Schreibtisch können sich Entzündungen bilden, die äußerst schmerzhaft sind. Verdauungsprobleme und eine schlechte Durchblutung stehen direkt an zweiter Stelle hinter Problemen mit der Wirbelsäule bei Büroangestellten.

Bewegung ist also notwendig, doch wenn ein Mitarbeiter viel zu tun hat und nur zu fest vereinbarten Pausenzeiten den Schreibtisch verlässt, oder verlassen darf, kann es kritisch werden. Nur wenige Büroangestellte machen gymnastische Übungen zu jeder vollen Stunde, wie es empfohlen wird. Den meisten Angestellten ist das peinlich vor ihren Kollegen. Manche Mitarbeiter müssen nicht einmal aufstehen, um sich Akten zu holen. Bewegungsarmut ist über den Arbeitstag hinweg macht krank.

Es gibt einige Unternehmen, in denen man das erkannt hat. Es werden Seminare organisiert, in denen Mitarbeiter lernen, wie sie sich zwischendurch fit halten können. Eine kleine Pause von zehn Minuten für gymnastische Übungen, die tatsächlich Verspannungen lösen. In einigen Unternehmen ist man sogar schon ein paar große Schritte voraus. Der Trend des firmeneigenen Fitnessstudios stammt aus den USA und zählt sicher nicht zu den schlechtesten Vorbildern. Das Fitnesscenter im Firmengebäude wird von den meisten Mitarbeitern gerne während der Mittagspause aufgesucht, weil die meisten Büroangestellten ohnehin an ihrem Arbeitsplatz essen, oder sogar nach Feierabend.

Vielen Mitarbeitern ist es einfach zu viel, nach der Arbeit nach Hause zu fahren, die Sporttasche zu packen und noch einmal ein Fitnessstudio aufzusuchen, das natürlich auch Geld kostet. Die Sportgeräte im firmeneigenen Fitnessraum werden jedoch ausgiebig genutzt.

Fitnessgeräte sind nicht teuer, stellen aber eine lohnende Investition in einem Unternehmen dar. Bewegung wirkt gegen Muskelverspannungen, Fehlhaltungen, die aufgrund von Schmerzen entstehen und vor allem kräftigt sie die Muskulatur, sodass viele Probleme erst gar nicht auftreten. Krankschreibungen wegen Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Wirbelsäulenproblemen kann ein Unternehmen auf diese Art effizient entgegen wirken.


Überleben in größeren Büros

Dieses Thema mag ein wenig dramatisch scheinen, ist es aber nicht. Es gibt Studien zu diesem Thema die belegen, dass die Arbeit in einem Großraumbüro nicht gesund für die Mitarbeiter ist. Somit kann sie auch nicht gesund für ein Unternehmen sein. Nun kann man natürlich nicht jedem Mitarbeiter ein Einzelbüro anbieten. Das macht auch wenig Sinn, denn die meisten Mitarbeiter wollen Kollegen um sich herum haben, mit denen sie sich austauschen können.

Das typische Großraumbüro jedoch findet sich in der Regel noch in Callcentern und ähnlichen Unternehmen oder Abteilungen eines Unternehmens. Viele Schreibtische, häufig nur abgetrennt durch dünne Raumteiler und bis zu dreißig Mitarbeiter, die, jeder für sich, in einer kleinen Kabine sitzen. Alleine das ist schon kompliziert für einen Mitarbeiter an einem solchen Arbeitsplatz ständig konzentriert zu arbeiten. Eine durch Trennwände geschaffene Kabine mag ein klein wenig den Eindruck machen, für sich alleine zu sein, doch von Ruhe keine Spur. Jeder Kollege telefoniert und wer nicht telefoniert, versucht andere Aufgaben zu erfüllen. Die Geräuschkulisse ist enorm.

Durch eine hohe Geräuschkulisse entsteht eine Reizüberflutung, mit der kaum ein Mitarbeiter dauerhaft fertig wird. Dadurch entsteht eine starke Unzufriedenheit beim einzelnen Mitarbeiter. Die Produktivität sinkt immer mehr. Viele Mitarbeiter klagen sogar über einen Identitätsverlust. Sie sitzen stundenlang in einem Großraumbüro, haben viele Kollegen um sich herum, aber keinen Kontakt zu diesen. Beim Betreten des Büros entsteht für die Mitarbeiter der Eindruck, eine kleine Nummer unter vielen anderen Nummern zu sein. Sie fühlen sich nicht wahrgenommen. Hinzu kommt der stetige Geräuschpegel, der dauerhaft nur schwer zu verkraften ist. Depressionen, Erschöpfungszustände und sogar ein Burn -out-Syndrom können logischen Folgen sein.

Doch letztlich hat das Großraumbüro nicht nur psychologische Auswirkungen auf die Gesundheit der Mitarbeiter. Wenn sich viele Menschen über mehrere Stunden in einem Raum aufhalten, vielleicht noch bei schlechter Durchlüftung, ist das eine ideale Spielwiese für Bakterien aller Art. In Zeiten von Erkältungen oder sogar Grippe müssen Unternehmen damit rechnen, dass die Mitarbeiter sich gegenseitig anstecken. Auch sind die Bedürfnisse der Mitarbeiter höchst unterschiedlich. Während dem einen nach frischer Luft zumute ist, friert der andere vielleicht, wenn das Fenster zu lange offen steht. Ist einem Mitarbeiter zu kalt, kann es einem anderen zu warm sein.

Für Unternehmen ist ein Großraumbüro eine wirtschaftliche Frage. Das Großraumbüro ist einfach kostengünstiger. Aber ist es das wirklich? Der Krankenstand der Mitarbeiter, die im Großraumbüro tätig sind, ist wesentlich höher als der Krankenstand der Mitarbeiter in kleineren Büros. Kranke Mitarbeiter sind für jedes Unternehmen ein großer Kostenfaktor. Hinzu kommt aber auch die wahrscheinlich viel höhere Fluktuation. Unzufriedene Mitarbeiter verlassen ein Unternehmen meist schon nach ein oder zwei Jahren, manche sogar noch wesentlich früher.

Es empfiehlt sich an diesem Punkt, über kleinere Arbeitsteams nachzudenken. Und natürlich über kleinere Räume, die man in vielen Unternehmen mit ein paar kleinen, baulichen Maßnahmen durchaus schaffen könnte. Kleine Teams von drei bis vier Mitarbeitern in einem Büro mit ausreichendem Platz, sodass diese sich auch einmal bewegen können, fördern den Austausch der Mitarbeiter untereinander und vor allem die Zufriedenheit.


Die Balance zwischen Arbeit und Privat finden

Überall ist von Work-Life-Balance die Rede. Die richtige Balance zu finden zwischen dem Job, den man nicht nur braucht, sondern über den man sich vielleicht sogar identifiziert, und dem Privatleben, ist eine hohe Kunst. Eine Kunst, welche die meisten Menschen erst lernen müssen.

Es gibt zwei gefährdete Mitarbeitergruppen, die hoch motivierten und sehr engagierten Mitarbeiter, die sich mit dem Unternehmen und ihrer Arbeit identifizieren und eine zweite Gruppe, die unbedingt beachtet werden sollte, die unzufriedenen Mitarbeiter, die sich im Unternehmen, mit ihrer Arbeit und vielleicht auch mit den Kollegen nicht wohl fühlen. Letztere nehmen die Ärgernisse aus dem Arbeitsleben mit nach Hause und es gelingt ihnen häufig nicht, abzuschalten. Lebenspartner bekommen täglich den neuesten Ärger aus dem Arbeitsalltag präsentiert und reagieren irgendwann zornig, oder noch schlimmer gleichgültig. Private Probleme bahnen sich häufig auf diesem Weg an, und diese werden wiederum mit auf die Arbeit genommen. Es ist sehr schwierig für Führungskräfte, hier entgegen zu wirken, denn die Unzufriedenheit muss erst einmal bekannt werden. Regelmäßige Personalgespräche könnten eine Lösung darstellen. Unzufriedene Mitarbeiter müssen keine schlechten Mitarbeiter sein. Sie sind vielleicht unterfordert. In Personalgesprächen können Führungskräfte die Gründe für die Unzufriedenheit herausfinden. Weiterbildungen, vielleicht eine interne Versetzung, all das können Instrumente sein, um aus einem eigentlich guten, aber unzufriedenen Mitarbeiter einen hoch motivierten Mitarbeiter zu machen.

Am meisten gefährdet ist jedoch die Gruppe der hoch motivierten und sehr engagierten Mitarbeiter. Ihnen ist keine Verantwortung zu groß, sie vergessen den Feierabend und denken auch am Abend und an den Wochenenden noch über geschäftliche Angelegenheiten nach. Handelt es sich dabei auch noch um Mitarbeiter mit vielen Kundenkontakten außerhalb der üblichen Arbeitszeiten, kommen weitere Problematiken hinzu. Wer abends beim Spielfilm durch einen geschäftlichen Anruf gestört wird, findet nur schwer wieder in den privaten Bereich zurück. Wer auf dem Balkon oder der Terrasse entspannen möchte, dabei aber über das Smartphone seine geschäftlichen Mails liest, ist noch immer mitten in der Arbeit und von Entspannung weit weg.

Mitarbeiter, die derart geschäftlich gefordert sind, wollen das auch so. Sie wollen aber gleichzeitig ein hohes Maß an Selbstbestimmung und viel Freiheit, sich die Zeit so einzuteilen, dass Work-Life-Balance auch tatsächlich gegeben ist. Die Generation Y, von der immer wieder die Rede ist, also die Menschen, die in den Achtzigern und Neunzigern geboren sind und jetzt große Karrieren anstreben, wünscht sich ein gutes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben. Diese Generation weiß auch, wie sie diese Balance bekommt. Sie nimmt starre Arbeitszeiten nicht unkritisch hin, sondern sucht sich ihren Weg und diesen notfalls in einem anderen Unternehmen, das ihnen mehr Freiheit bietet.

Es erfordert natürlich ein Umdenken für Führungskräfte, doch in einigen wenigen Unternehmen wird diese Freiheit bereits erfolgreich praktiziert. Wenn ein Mitarbeiter am Abend eine mehrstündige Konferenz mit ausländischen Geschäftspartnern vor sich hat, warum sollte er nicht am Nachmittag, während der eigentlichen Arbeitszeit, einen erholsamen Waldspaziergang machen? Wenn ein Mitarbeiter schon am Sonntagnachmittag zu einem weit entfernten Geschäftstermin anreisen und dort im Hotel übernachten muss, warum sollte er dann nicht am Freitag am See liegen und die Sonne genießen, statt im Büro zu sitzen?

Qualifizierte Mitarbeiter sind schon lange keine Befehlsempfänger mehr, sondern aktive Mitdenker, die ihren Arbeitsalltag logisch gestalten wollen. Sie arbeiten effizient und sind äußerst produktiv, wenn sie nicht das Gefühl haben, ausgebeutet zu werden, sondern stattdessen die Freiheit genießen dürfen, die durch Selbststeuerung des Arbeitslebens entsteht. Auf diesem Weg ist eine gute Work-Life-Balance möglich, denn der Mitarbeiter freut sich auf seine beruflichen Herausforderungen. Gleichzeitig hat er aber die nötige Freiheit, sein Privatleben aktiv und frei von geschäftlichem Ballast zu gestalten. Mitarbeiter mit einer gesunden Balance zwischen Arbeit und Privatleben sind gesunde, leistungsstarke Mitarbeiter voller Lebensfreude. Sie empfinden ihre Arbeit als sinnvoll und tun sie gerne. Das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor zur psychischen und physischen Gesundheit eines Mitarbeiters.


Gesundheit am Arbeitsplatz, Arbeit im Büro gesund gestalten

Gesundheit am Arbeitsplatz hängt nicht nur von einer guten Work-Life-Balance ab, sondern in erster Linie von äußerlichen Faktoren wie Raumklima, Geräuschpegel, sogar die Beleuchtung eines Büros spielt eine große Rolle. Die Fläche zum Arbeiten, der Schreibtisch und seine Anordnung im Raum, die Erreichbarkeit der Arbeitsmittel, Art und Qualität der Büromittel, all das sind wichtige Faktoren, die, vorausgesetzt, es wurde gut gewählt, die Gesundheit am Arbeitsplatz erhalten, vielleicht sogar den allgemeinen Gesundheitszustand fördern.


Raumauswahl, Raumklima und Lärm

Unternehmen, die schon jahrelang bestehen, sind meist in einem eigenen Firmengebäude ansässig. Andere haben sich in großen Bürogebäuden etagenweise eingemietet. Die Entscheidungskriterien für ein Unternehmen zum Firmensitz sind sicher individuell und entsprechen meist dem persönlichen Geschmack der Inhaber. Da die Standortauswahl von zahlreichen, wirtschaftlichen Faktoren abhängig ist, ist es gar nicht so einfach, dann auch noch auf eine gute Raumeinteilung, Raumklima und Lärmbelästigung zu achten. Zumal Letztere sogar durch eine ungünstige Akustik der Räumlichkeiten entstehen kann. In der Regel wird nur darauf geachtet, dass ausreichende Räumlichkeiten vorhanden sind, damit alle Mitarbeiter und Führungskräfte einen möglichst ansprechenden und funktionellen Arbeitsplatz erhalten.

Möchte man nun sein Unternehmen nach neuesten Erkenntnissen umgestalten, muss man häufig einfach mit den Räumlichkeiten arbeiten, die vorhanden sind. Wichtig ist für einen geeigneten Büroraum, dass die Fenster möglichst groß sind, damit das Tageslicht eindringen kann. Tageslicht ist ein wichtiger Gesundheitsfaktor, der nicht unterschätzt werden sollte. Auch sollten die Räume groß genug für die Anzahl der Mitarbeiter sein, die sich den Raum teilen sollen. Bei der Größe darf nicht die notwendige Einrichtung übersehen werden: Stehen erst einmal Schreibtische, Büroschränke und andere Büromöbel im Raum, kann er wesentlich kleiner wirken als vorher eingeschätzt.

Ein gutes Raumklima ergibt sich in der Regel durch Fenster, die bei Bedarf geöffnet werden können. Die Isolation und die Beheizung eines Raumes spielen natürlich eine große Rolle. Ein schlecht isoliertes Büro kann schnell zu kalt werden für die Mitarbeiter, obwohl die Heizkosten in die Höhe schnellen. Ein Raum mit zu großen Fenstern nach der Südseite kann im Sommer ungewollt zur Sauna werden. Grünpflanzen in einem Büro sind nicht nur optisch sehr schön und sorgen für Auflockerung und Atmosphäre, sondern tragen etwas zu einem gesunden Raumklima bei. Durch die Feuchtigkeit der Blumenerde erhöht sich überdies die Luftfeuchtigkeit im Raum. Zu trockene Luft reizt die Schleimhäute und lässt Mitarbeiter schneller ermüden. Für etwas mehr Luftfeuchtigkeit können auch Verdunster sorgen, die im Raum aufgestellt werden. Die altmodische, aber keinesfalls uncharmante Variante sind kleine Behälter, die mit Wasser gefüllt an der Heizung aufgehängt werden.

Lärm von außen kann häufig nicht beeinflusst werden. Gut isolierte Fenster dämmen jedoch den Geräuschpegel von stark befahrenen Straßen. Unnötiger Lärm, der im Gebäude durch eine schlechte Akustik entsteht, kann durch geschickte Dämmung vermieden oder zumindest gedämpft werden: Teppich als Bodenbelag dämmt schon die Geräusche, die durch das Umhergehen im Gebäude oder in den Büroräumen verursacht werden. Bilder an der Wand, hier und da ein paar Pflanzen und einzelne Möbelstücke, vielleicht eine kleine Sitzecke, füllen den Raum und sorgen ebenfalls für einen verminderten Geräuschpegel.


Beleuchtung und Lichtverhältnisse

Das Licht in einem Büro ist immer ein kritischer Punkt, denn es kann unter Umständen die Arbeit am Computerbildschirm erschweren. Normalerweise sind große Fenster sehr schön für Büroräume, denn sie lassen ausreichend Tageslicht in den Raum. Liegt der Raum jedoch in südlicher Richtung, können große Fenster auch störend sein. Im Sommer dringt zu viel Hitze in den Raum, der dann schon morgens um elf Uhr die reinste Sauna sein kann. Liegt ein Büro also Richtung Süden, sollten die Fenster auf jeden Fall über Jalousien verfügen. In diesem Fall kann auch eine Klimaanlage nicht schaden, um im Raum eine Temperatur zu halten, bei der die Mitarbeiter nicht ermüden. Hat das Büro kleine Fenster, ist die Art der Beleuchtung ganz besonders wichtig. Künstliche Lampen mit einer zu kalten Lichtfarbe wirken nicht nur ungemütlich, sie schlagen Menschen auch schnell auf das Gemüt und wer in einem solchen Raum arbeiten muss, fühlt sich in der Regel nicht besonders wohl.

In den letzten Jahren haben viele Firmen auf Tageslichtleuchten umgestellt. Sie haben mehrere Vorteile, auch wenn sie natürlich etwas teurer sind als Neonröhren. Tageslicht stimuliert im Gehirn die Bildung von Glückshormonen. Unter Tageslicht zu arbeiten, wirkt sich positiv auf die psychische Verfassung der Mitarbeiter aus.


Anordnung der Arbeitsmittel im Raum und die Arbeitsfläche

Die Arbeitsmittel müssen in einem Büroraum so angeordnet werden, dass jeder Mitarbeiter ausreichend Bewegungsfreiheit hat. Der eigene Schreibtisch sollte also nicht zu nah an der Wand stehen oder zu nah vor einem Büroschrank, sodass nach hinten noch ausreichend Platz gegeben ist. Ein Schreibtisch sollte auch niemals so angeordnet sein, dass das Sonnenlicht direkt auf den Bildschirm strahlt. Unter direkter Sonneneinstrahlung sieht man die Bildschirminhalte nicht gut und die Augen ermüden zu schnell.
In einem Büro, das sich mehrere Mitarbeiter eines Arbeitsteams teilen, sollten die Büromöbel so angeordnet werden, dass in der Raummitte ausreichend Platz gegeben ist. Jeder Mitarbeiter muss seinen Arbeitsplatz erreichen können, ohne dass man sich gegenseitig im Weg steht. Wenn ein gemeinsamer Drucker/Kopierer genutzt wird, sollte dieser so aufgebaut sein, dass er niemanden an seinem Arbeitsplatz behindert und von allen Kollegen gut erreicht werden kann. Büromaterialien und Akten sollten in Schränken, beziehungsweise in Regalen untergebracht werden.

Die Arbeitsfläche sollte möglichst frei gehalten werden. Nichts wirkt sich so negativ auf die Tätigkeiten aus wie ein zu voller Schreibtisch, auf dem man keinen Platz hat. Drucker, Scanner und andere Geräte sollten aus diesem Grund auf keinen Fall auf dem Schreibtisch abgestellt werden.


Die Anordnung der Arbeitsmittel am Arbeitsplatz

Bildschirmarbeit, wie sie heute üblich ist, bedeutet keinesfalls, dass man keinen Platz zum Schreiben oder für sonstige Handgriffe benötigt. Im Gegenteil, bei einem Büroarbeitsplatz fallen alle möglichen Aufgaben an, die einfach Platz benötigen. Unterlagen sollten deswegen keine Stapel auf dem Schreibtisch bilden. Ablagekörbe, die entsprechend beschriftet werden, sind hilfreich um den Überblick zu behalten. Die Beschriftung erfolgt individuell und je nach Arbeitsgebiet. Ein „To-Do-Ablagekörbchen“ ist immer hilfreich. Hier können tagesaktuelle Aufgaben gesammelt und nacheinander bearbeitet werden. An vielen Arbeitsplätzen empfiehlt sich ein weiteres Körbchen für Ablage, für spezielle Aufgaben oder für die Wiedervorlage.

Stifte gehören in einen Behälter, der griffbereit neben dem Bildschirm stehen sollte. Gleiches gilt für Arbeitsmittel wie Locher, Hefter und Ähnliches. Die Tastatur sollte normalerweise in einem ausziehbaren Fach unter dem Schreibtisch liegen. Ist ein solches nicht vorhanden, muss sie auf der Schreibtischplatte Platz finden. Dafür sollten aber der Bürostuhl und am besten auch der Schreibtisch höhenverstellbar sein, sonst kann das Schreiben auf der Computertastatur zu einer Verspannung in den Schultern und im Nacken führen. Der Bildschirm sollte immer gerade vor dem Gesicht des Mitarbeiters stehen. Es empfiehlt sich nicht, während der Bildschirmarbeit nach oben oder nach unten schauen zu müssen. Auf dem Schreibtisch sollten nur die Arbeitsmittel stehen, die man tatsächlich ständig benötigt. Alles, was man nur wenige Male am Tag nutzen muss, kann in einer Schublade gelagert werden. Was man selten benötigt, findet in einem Büroschrank Platz. Wichtig ist bei einem Büroarbeitsplatz, dass die Arbeitsfläche immer frei ist. Durcheinander und zu viele Utensilien auf dem Schreibtisch mögen für manchen kreativen Kopf normal sein. Im Grunde aber behindert es die alltäglichen Tätigkeiten und demotiviert.


Einrichtungsideen für das Office

Wer ein Unternehmen einrichten möchte, oder auch nur einen einzelnen Arbeitsraum, sollte sich unbedingt im Fachhandel umsehen. Die üblichen Möbelhäuser führen zwar auch Schreibtische, Büroschränke und Rollcontainer, in der Regel handelt es sich aber dabei eher um Büromöbel, die in einen Wohnbereich integriert werden sollen. Auch wird es sehr schwierig, solche Möbel später bei Bedarf noch nachzukaufen, da Möbelhäuser immer nur aktuelle Kollektionen führen.


Von exklusiven Designer-Büromöbeln bis hin zur kompletten Büroeinrichtung

Im professionellen Fachhandel für Büromöbel finden Unternehmer Möbel, die in der Regel auch zehn oder zwanzig Jahre später noch produziert werden. Das gilt natürlich nicht für Einzelstücke oder spezielle Kollektionen. Doch für die gängigen Büromöbel gibt es in der Regel eine Nachkaufgarantie. Da ein Unternehmen immer wachsen kann, muss man als Entscheider einfach damit rechnen, dass zu einem späteren Zeitpunkt weitere Möbel benötigt werden. Unterschiedliche Schränke und Tische, lieblos zusammen gewürfelt, nur damit die Arbeitsplätze funktionell sind, wirken eben nicht schön. Und da das Büro die Visitenkarte eines jeden Unternehmens ist, sollte auf Ambiente und Qualität geachtet werden. Im Fachhandel gibt es vor allem Büromöbel zu kaufen, die ergonomisch gearbeitet sind.

In den meisten Unternehmen sieht man, dass die Vorgesetzten sich selbst in ihren eigenen Büros gerne einmal exklusive Designer-Büromöbel gönnen. Solche schönen Stücke verzaubern aber auch jeden Empfangsbereich und jedes Besprechungszimmer. Entscheider sollten immer daran denken, ein Unternehmen wird von Kunden und Geschäftspartnern stets erst einmal nach der Einrichtung und dem gesamten Ambiente beurteilt. Wenn es dann noch durch hervorragende Arbeit und motivierte Mitarbeiter überzeugt, gibt es fast kein Ziel, das zu hoch wäre um es nicht erreichen zu können.

Bei der Einrichtung der Arbeitsplätze sollte die Ergonomie nicht außen vor gelassen werden. Schreibtische sollten höhenverstellbar sein und ausreichend Beinfreiheit bieten. Schreibtischstühle müssen unbedingt ergonomisch gearbeitet sein. Ein schöner Ledersessel steht in fast jedem Büro von Führungskräften. Doch auch die Mitarbeiter, die den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen müssen, sollten einen Sessel bekommen, der ihren Rücken schont.


Mails, Internet und Handy ohne Informationsüberflutung

In Zeiten der mobilen Kommunikation kann diese auch zum Fluch werden. Wenn die Mails im Postfach landen, das Chatprogramm fünf Fenster gleichzeitig öffnet und das Handy klingelt, ist das einfach zu viel. Ein normales Arbeiten ist häufig einfach nicht mehr möglich und der Mensch reagiert mit fortlaufender Stunde des Tages immer gereizter. Das ist auch kein Wunder, zu viel Kommunikation bedeutet Reizüberflutung und ist nicht dauerhaft aushaltbar. Es entsteht ein hoher Stress, doch dem kann man vorbeugen.

Mailprogramme laufen in der Regel über einen Client und viele Büroangestellte haben diesen Cliient den ganzen Tag offen in der Leiste liegen. Kommt eine Mail an, gibt es meist ein akustisches Signal. Viele Büroangestellte neigen dazu, immer sofort nachzusehen, wenn eine Mail angekommen ist. Oft handelt es sich nur um Rundschreiben und im schlimmsten Fall um Spam. Definitiv aber stört es die aktuelle Arbeit und vor allem die Konzentration, wenn zwischendurch immer wieder nach Mails geschaut wird.

Um dem vorzubeugen, sollte man sich angewöhnen, sein Mailprogramm zu schließen und nur zu festen Zeiten zu öffnen. Am besten sollte auch gleich eine halbe Stunde einkalkuliert werden, in der die Mails bearbeitet werden können. Bearbeitete Mails sollten in Ordner einsortiert werden.

Chatprogramme sollten während der Arbeit an einem Projekt geschlossen werden. Das Handy muss möglicherweise eingeschaltet bleiben, doch kann es auf lautlos gestellt werden. Das mindert die Geräuschkulisse und schont die Nerven. Wer während der Arbeit gerne mal auf einer Social-Media-Plattform Pause macht, sollte diese, wie auch das Mailprogramm, während der produktiven Arbeitszeit, nicht minimiert in der Leiste liegen haben, sondern schließen.


Stress managen, der Umgang mit Hektik und Arbeitsdruck

Viele Büroarbeitsplätze bedeuten Stress und Hektik. Projekte müssen bearbeitet werden. Kunden beschweren sich. Lieferanten fragen nach Kollegen. Ein Meeting steht an, das aber noch vorbereitet werden muss und der Chef wünscht ein Gespräch. Emails müssen beantwortet werden und das Telefon klingelt ständig. Solche Tage sind purer Stress, aber es gibt Methoden ihn zu vermeiden oder zumindest besser damit umzugehen.

Ein einfacher Trick ist, gleich morgens zu Beginn des Arbeitstages eine Tagesplanung anzulegen. Diese sollte dann Punkt für Punkt abgearbeitet werden. Auf diesem Weg wird nichts vergessen. Aufgaben, die sich im Laufe des Tages ergeben, werden erst einmal im To-Do-Ablagekörbchen gesammelt und für den kommenden Tag nach Priorität geordnet. Die wichtigsten Dinge werden natürlich immer zuerst erledigt. Unwichtiges wird zuletzt erledigt, sollte aber nicht auf die lange Bank geschoben werden: Auch unwichtige Dinge können Stress verursachen, wenn sie zu lange liegen bleiben und plötzlich kurzfristig erledigt werden müssen.
Das Telefon kann für einen begrenzten Zeitraum an einen Kollegen abgegeben werden, mit der Vereinbarung, dass alle Anrufe notiert werden und später Rückrufe erfolgen. Auf diese Weise können sich alle Kollegen eines Teams für eine bestimmte Zeit des Tages den Rücken gegenseitig freihalten.

Mails sollten grundsätzlich nur zu bestimmten Zeiten abgerufen werden.
Mit einer sorgfältigen Tagesplanung kann man nicht jede stressige Situation vermeiden. Aber grundsätzlich kommt einiges an Stress erst gar nicht auf, weil einfach alles Anstehende rechtzeitig aufgearbeitet und vorbereitet wird.


Regelmäßig auftanken, Pausen und Pausenräume

Regelmäßiges "Auftanken", das bedeutet einfach gelegentliche Pausen einzulegen. Allerdings nutzt es wenig, innerhalb der Pause am Arbeitsplatz sitzen zu bleiben. Vielmehr empfiehlt es sich, gezielt nach Pausenelementen zu suchen, an der frischen Luft, vielleicht in einem Pausenraum, oder während eines kurzen Spaziergangs um den Block. Bei vielen Mitarbeitern wird beobachtet, dass diese überhaupt keine Pause machen. Ihr Frühstück essen sie nebenher, während der Arbeit am Computer. Das Mittagessen häufig ebenso. Verantwortungsbewusste Vorgesetzte sollten die Pausengewohnheiten ihrer Mitarbeiter im Blick haben. Gerade weil viele Mitarbeiter ihre Arbeit so ernst nehmen, so dahinter stehen, so viel Freude daran haben, vergessen manche von ihnen darüber tatsächlich die ihnen zustehende Pause.

Manchmal liegt es auch an fehlenden Aufenthaltsmöglichkeiten. Gibt es im Unternehmen einen Pausenraum? Falls nicht, wäre es jetzt eine gute Zeit für die Einrichtung eines Pausenraums. Eine bequeme Sitzecke, ein paar Pflanzen, vielleicht ein paar Zeitungen und Magazine. Mitarbeiter müssen zwischendurch abschalten können, damit die Arbeit langfristig produktiv bleibt.


Arbeitsschutzstrategie, Produktsicherheit und technischer Arbeitsschutz

Unternehmer kommen an Arbeitsschutzstrategie, technischen Arbeitsschutz und Produktsicherheit nicht vorbei. Für jede Branche gibt es diverse, brancheneigene Regelungen zu beachten. Es gibt aber natürlich auch allgemeingültige Regelungen, die durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales herausgegeben und regelmäßig überprüft werden. Die letzten Änderungen erfolgten im Herbst 2014. Auf der Webseite des Ministeriums können immer die aktuellen Regelungen nachgelesen werden.

In großen Unternehmen sind Beauftragte vorgeschrieben, die sich um die Einhaltung der Vorschriften in den einzelnen Bereichen bemühen. Es ist aber grundsätzlich für Unternehmer jeder Größenordnung interessant und wichtig, sich einmal näher mit den Verordnungen auseinander zu setzen. Sehr häufig ergeben sich daraus auch vollkommen neue Ideen zur Gestaltung des Unternehmens im Sinne einer größtmöglichen Mitarbeiterzufriedenheit.


Projekte und Initiativen

Wer ein bisschen im Web recherchiert, wird schnell zu einigen interessanten Projekten finden, die im Sinne von Mitarbeiterzufriedenheit, Mitarbeitergesundheit und Unternehmensgestaltung stattgefunden haben oder noch stattfinden.
Grundsätzlich finden sich auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit sehr interessante Informationen, nicht nur zu Gesetzen und Verordnungen, sondern auch zu Initiativen und Projekten. Arbeitgeber, die sich zum Beispiel mit Themen wie Aus- und Weiterbildung beschäftigen möchten oder zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, finden auf der Webseite wertvolle Tipps.
Interessant ist auch das Projekt der VBG, der gesetzlichen Unfallkasse "Denk an mich, dein Rücken". Es handelt sich hier um eine Checkliste für Beschäftigte in Büroberufen zu ihrem Büroarbeitsplatz.

Hochinteressant sind die Projekte der Gesellschaft für Arbeit und Ergonomie. Für die Jahre ab 2007 gibt es umfangreiche Archive mit hochinteressanten Artikeln und Aktionen rund um Themen aus dem Arbeitsleben: Motivation, Gesunderhaltung der Mitarbeiter und ergonomische Arbeitsmittel. Interessant sind diese umfangreichen Informationen nicht nur für Unternehmer, sondern auch für Mitarbeiter.

Die Zufriedenheit und die Gesunderhaltung der Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz hängen von der Führung des Unternehmens, der direkten Vorgesetzten und Kollegen und natürlich von der Arbeits- und Arbeitsplatzgestaltung ab. Glückliche Mitarbeiter sind leistungsstarke Mitarbeiter - und diese sind aktiv involviert, wenn es darum geht, ein Unternehmen umsatzstark und konkurrenzfähig zu machen. Investitionen in die Mitarbeiter amortisieren sich schon innerhalb kürzester Zeit. Glückliche, gesunde und lebensfrohe Mitarbeiter sind das größte Kapital eines jeden Unternehmens.
[ Autor: Monika Celik ]


Linkliste


Trendline Shop - https://www.trendline-shop.de/

Mitanbieter A – Z (Auszug)

Hersteller A – Z (Auszug)